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Afrika Expeditionen Marokko

** Südmarokko Rundfahrt **

Agadir - Taroudant - Asni - Imlil - Hoher Atlas/Djebel Toubkal - Telouet - Ait Ben Haddou - Quarzazate - Dades Schlucht - Todra Schlucht - Ziz Tal - Source Meski - Erfoud - Erg Chebbi - Draa Tal - Zagora - Agadir


Agadir - Quirgane

Wir holen am Flughafen in Agadir bei unser Mietauto, einen Fiat Uno, ab und fahren zum Hotel „Atlantic“ im Zentrum Agadirs zum Übernachten. Hier beginnt die Afrika Expedition Marokko – der Süden.

Bevor wir unsere Tour beginnen, machen wir in der Stadt noch einen Großeinkauf von Vorräten. Wir erreichen zuerst den größeren Ort Taroudant und biegen danach von der Hauptstraße ab in nördlicher Richtung in das Atlasgebirge. Hier beginnt eine ca. 120 km lange Serpentinenstrecke, die zwar asphaltiert, aber des Öfteren mit Schlaglöchern übersät ist. Wir erreichen den Tizi-N-Test-Paß (2.120 m) und machen hier eine kurze Rast, bevor wir die Fahrt in Richtung Marrakesch fortsetzen.


















Im nächsten Dorf Quirgane sehen wir neben der Piste das Hotel „Roseraie“, das schon im Vorbeifahren einen sehr guten Eindruck macht. Wir schauen es uns aus der Nähe an und sind sehr beeindruckt. Trotz des hohen Preises bleiben wir hier für eine Nacht. Es gibt hier einen fantastischen Rosengarten und besonders schöne Zimmer in einer parkartigen Anlage.










Quirgane - Asni

Von Quirgane fahren wir weiter über die Serpentinenstraße und erreichen den Ort Asni, in dem direkt an der Straße das Hotel „Toubkal“ liegt. Von hier hat man einen schönen Blick auf die schneebedeckten Gipfel des Atlas Gebirges.











Wir schauen uns das Hotel an und sind von den Zimmern und von der wunderschönen Terrasse mit Bergblick beeindruckt und entscheiden uns zu bleiben. Da es aber noch früh am Tag ist, wollen wir noch etwas die Gegend erkunden, bevor wir uns im Hotel einrichten. In der Nähe des Hotels zweigt eine Piste entlang eines kleinen Bergbaches ab, die in Richtung des Berges führt. Wir versuchen, bis zu dem Bergdorf Imlil zu fahren, um dort dem Berg etwas näher zu kommen.




































Hin und wieder kommen wir an kleinen Dörfern vorbei, in denen die Berber in roten Lehmhäusern, die am Berghang liegen, wohnen. In Imlil ist die Fahrpiste zu Ende und am Ortsausgang liegt das
„Cafe Soleil“. Wir kehren hier ein und nehmen einen kleinen Imbiss zu uns.




























Von hier aus geht es nur noch zu Fuß über Geröll weiter. Wir entschließen uns, noch ein wenig „herumzuklettern“, um zu dem in der Nähe gelegenen Wasserfall zu gelangen.
Nach diesem Ausflug kehren wir zurück zum Hotel und bereiten auf der Terrasse mit Blick auf die Gipfel des Hohen Atlas das Abendessen.









Asni – Telouet

Nachdem wir den Atlas auf der Serpertinenstraße von Süd nach Nord überquert haben, gelangen wir jetzt von Asni auf die Hauptpiste in Nord-Süd-Richtung nach Quarzazate. Wir müssen über einen Pass, den Col du Tichka (2.260 m), wo wir eine Rast machen und den Blick über eine gigantische Bergwelt genießen.













Weiter geht die Fahrt bergabwärts und nach einiger Zeit folgt eine Abzweigung mit dem Hinweisschild „Telouet“, eine Oase mitten in der einsamen Bergwelt gelegen, die wir besuchen wollen. Wir übernachten in der „ Auberge Telouet“ mit schönem Blick auf die alte Festung. Diese werden wir später mit einem Führer besichtigen. Zum Abendessen gibt es die beliebte Landesspeise „Tagine“, die ausgezeichnet schmeckt.



















Telouet – Ait Ben Haddou – Quarzazate

Wir folgen weiter der guten Asphaltstraße Richtung Quarzazate, machen dann einen Abstecher, um die berühmte Ruinenstadt Ait Ben Haddou, die majestätisch in einem weiten Flußtal auf einer Anhöhe liegt, zu besuchen. Wir nehmen nicht die Hauptpiste nach Haddou, sondern folgen einem kleinen Fahrweg.



















Ein ereignisreicher Tag liegt hinter uns, als wir kurz nach dem Dorf Amerzgane die Stadt Quarzazate erreichen. Wir finden das Hotel „Le Zat“ mit einem riesigen Parkplatz, der nun aber nur mit unserem Pkw „bevölkert“ ist. Auch das Hotel scheint außer uns keine Gäste zu haben. In der Stadt haben wir Vorräte für die nächsten Tage aufgefrischt und im Hotel zu Abend gegessen.

In der Stadt war es sehr heiß und wir waren froh, daß das Hotel über eine Klimaanlage verfügt. Diese Gelegenheit nehmen wir gerne wahr, um den im heißen Kofferraum geschmolzenen Reisevorrat an Schokolade auf den Luftschlitzen der Klimaanlage zu kühlen. Als wir am nächsten Morgen zum Parkplatz kommen, stellen wir fest, dass unser Auto gewaschen worden ist - schöner Service.













Quarzazate – Dades – Todra

Seit Ait Ben Haddou haben wir den Hohen Atlas verlassen und befinden uns jetzt im Gebiet des Anti Atlas in Quarzazate. Die Straße der Kasbahs gehört zu dem Eindrucksvollsten, was Marokko an eigenartiger Landschaft und Architektur zu bieten hat. Ausgehend von Quarzazate nimmt sie ihren Verlauf in zwei Richtungen. Der nord-östliche Strang verläuft über Boumalne du Dades nach Tinerhir zur Todra Schlucht und weiter zum Endpunkt in Er- Rachidia, der süd-östliche Strang über den kleinen Marktort Agdz am Draa Tal entlang bis Zagora. Entlang der Straße der Kasbahs liegen viele alte, zum Teil auch verfallene Burgen und Dörfer aus rotem Sandstein.
Wir beginnen unsere Reise in west-östlicher Richtung. Bei dem Ort Boumalne zweigt nach links die Piste zur Dades Schlucht ab. In dem kleinen Dorf Tamlate, am Eingang der Schlucht, machen wir in dem Hotel „Le Kasbah“, das direkt vor einer eindrucksvollen Felswand liegt, Station.











Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg, um die Schlucht zu erkunden. Sie gehört zu den reizvollsten Landschaften Marokkos. Die vielen verschiedenen Felsformationen bieten beim Sonnenlicht die beeindruckendsten Farbschattierungen. Am Flusslauf entlang ziehen sich schmale Streifen bebauten Bodens, von Silberpappeln gesäumt.











Die umliegenden Berge sind kahl. Schönster Teil der Schlucht sind die ersten 9 km bis zum Ort Youli. Nach weiteren 20km Fahrt auf halsbrecherischen Serpentinenpisten mit atemberaubenden Ausblicken erreichen wir das Dorf Msemnir. Hier müssen wir umkehren, da eine Weiterfahrt nur noch mit Allradfahrzeugen zu empfehlen ist. Über diese Piste würde man nach halsbrecherischer Fahrt von Norden her in die Todra Schlucht gelangen.




























Den erlebnisreichen Tag beenden wir in der gemütlichen „Empfangshalle“ unseres Hotels bei einheimischen Speisen und Getränken.







Tamlate – Tinerhir – Todra


Von unserem Hotel aus verlassen wir die Dades-Schlucht und erreichen wieder die Hauptstraße. Nach kurzer Fahrt gelangen wir zu der Oase Tinerhir, ein Marktort mit alter Kasbah. Nicht weit von Tinerhir entfernt, beginnt die Einfahrt in die wildromantische Todra Schlucht mit bis zu 300 m hohen überhängenden Felswänden und atemberaubenden Pisten.



Auf schmalen Wegen können wir weit in die Schlucht hineinfahren, wobei wir auch einige kleine Flüsse überqueren müssen. Es ist ein eindrucksvolles Erlebnis, zwischen den steilen Felswänden herumzufahren. Oft steigen wir aus und versuchen, einen Blick auf den Himmel zu finden, der von den Felstürmen aber nur selten freigegeben wird.
























Danach dringen wir weiter in die Schlucht vor und erreichen auf schwindelerregenden Serpentinen deren Ende.
Hier ist für unseren Pkw die Fahrt zu Ende. Wir erreichen wieder den Eingang zur Schlucht und die Oase Tinerhir.
Von hier aus geht es weiter nach Er Rachidia, die am Ausgang des wohl eindrucksvollsten Oasentals Marokkos, des Oued Ziz, liegt. Dieses zieht sich, aus dem Atlas kommend, bis weit über Erfoud hinaus in den „Großen Süden“. Im Hotel „Rissani“ übernachten wir.










Ziz Tal – Source Meski – Erfoud


Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg durch das Flußtal des Oued Ziz. Wie ein nicht endendes Band zieht sich über viele Kilometer ein Palmenhain den Fluss entlang. Bis zu 60 Meter hat sich der Fluss steil und abrupt in die weichen Gesteinsschichten des süd-östlichen Atlasvorlandes hineingefressen. Nach geraumer Zeit passieren wir rechts der Straße einen riesigen Stausee. Der Oued Ziz ist die wichtigste Wasserquelle der anliegenden Oasen und die Lebensader in der Wüstensteppe Südmarokkos.























Wir fahren zurück in südlicher Richtung, passieren nochmals Er Rachidia und gelangen zu der Quelle Meski (Source Meski), wo wir eine längere Rast machen und uns die Umgebung des Palmenhains und die Ruinenstadt Meski ansehen.



Auf dem Weg zu der Stadt Erfoud fahren wir lange Zeit durch öde, mit Geröll bedeckte Ebenen. Diese sind hin und wieder durch riesige, palmenbestandene Flusstäler durchzogen, in denen die Bewohner ihre Obst- und Gemüsefelder bewirtschaften.

















Erfoud - Erg Chebbi


















In Erfoud verlassen wir die weiter nach Süden führende Hauptstrasse und biegen nach Osten in Richtung auf die berühmte Dünenlandschaft des Erg Chebbi ab. Hierzu müssen wir einen ortskundigen Führer anheuern, da es in der ausgedehnten Sandwüste keine eindeutigen Orientierungsmöglichkeiten gibt.
Die ersten Sanddünen haben wir erreicht, als mitten im Erg plötzlich ein einzelnes Haus, die „Auberge Erg Chebbi“, auftaucht.



















Es ist ein eindrucksvolles Gefühl, sich in einem riesigen, menschenleeren Sandmeer in einer winzigen Herberge aufzuhalten und zu übernachten.
Wo man geht und steht, gibt es beeindruckende Dünenberge. Es macht viel Spaß, im weichen, warmen Sand herumzutollen.

Der überaus erlebnisreicher Tag ist aber noch nicht zu Ende. Unser Guide will uns noch zu einem See mitten im Sandmeer führen. In der Nähe des Ortes Merzouga erreichen wir den See gleichen Namens. Der See ist sehr flach und beherbergt sogar eine große Population von Flamingos und anderen Wasservögeln.

Nach dem Abstecher sitzen wir noch eine Weile mit den Nomaden zusammen und gönnen uns das ein oder andere Gläschen Rotwein. Bald ziehen wir uns in das winzige Zimmerchen zurück und denken an die Höhepunkte des Tages zurück.












Erg Chebbi - Draa Tal - Agdz - Zagora

Unser Führer bringt uns am nächsten Morgen zurück nach Erfoud. Den weiteren Rückweg nehmen wir nicht über Er Rachidia, sondern diesmal über eine landschaftlich schöne Nebenstrecke, die erst in dem Ort Tinejdad auf die Ost-West-Verbindung stößt. Unterwegs können wir nochmal die schönen Sandsteindörfer auf der Straße der Kasbahs bewundern.
























Von Tinejdad aus fahren wir in südlicher Richtung nach Agdz. Nach kurzer Fahrt auf kurvenreicher Strecke gelangen wir in das eindrucksvolle Draa-Tal, wo sich der Draa Fluss spektakulär durch die wilde, trockene, lebensfeindliche Steinwüste seinen Weg gegraben hat. Jeder Aussichtspunkt bietet gigantische Ausblicke auf die zerklüftete Felslandschaft.
















20 km vor Agdz haben wir plötzlich eine Autopanne. Es muß etwas mit dem Schaltgetriebe oder
der Kupplung sein, denn man kann nur noch im zweiten Gang weiterfahren. Um kein Risiko einzugehen, wollen wir es auch nicht mit Gewalt versuchen und so schleppen wir uns mit niedriger Geschwindigkeit im zweiten Gang die 20 km bergauf und bergab bis zum Ort Agdz. In einer Autowerkstatt fordern wir bei unserem Autovermieter ein Ersatzauto an, das uns für den nächsten Tag avisiert wird. Wir müssen die Nacht in Agdz verbringen. Wir wohnen im Hotel „Kissani“ und zum Abendessen gibt es natürlich Tagine.




Um die Mittagszeit kommt unser neues Auto, ein Fiat Uno. Wir räumen unser gesamtes Gepäck um, setzen unsere Fahrt durch die wildzerklüftete Landschaft fort. In einem kleinen Dorf an der Strecke nehmen wir am Markt eine Erfrischung bevor es weiter geht.





Schließlich erreichen wir die Stadt Zagora, die letzte Bastion vor der großen Wüste. Von hier kommt man nur noch mit Kamelen weiter Richtung Süden.









Wir haben bald unsere Unterkunft gefunden, das wunderschöne Hotel „La Fibule“ in Zagora.



Gleich hinter dem Hotel befindet sich eine „Kamel-Vermietstation“. Abends gibt es im Hotel einen längeren Stromausfall. Da wir campingmäßig ausgestattet sind (wir haben oft selbst auf einem Gaskocher gekocht), holen wir unsere Kerzen heraus und haben daher eigene Beleuchtung, bei der wir unser Abendessen zubereiten können. Die übrige Hotelanlage liegt noch im Dunkeln. Uns gefällt es hier so gut, dass wir uns entschließen, einen weiteren Tag zu bleiben. Wir frühstückten am Swimmingpool und sehen uns später auf dem Markt von Zagora um.


Zagora – Taroudant - Agadir

Wir haben in Zagora den südlichsten Punkt der Reise erreicht und bereiten uns schweren Herzens auf die Rückreise vor. Wegen der Verlängerung im Hotel Fibule müssen wir auf der Rückfahrt halt ein wenig aufs Gas treten. Ein langer Fahrtag durch das Draa-Tal, entlang des Südhanges des Antiatlas-Massivs durch herrliche wüstenähnliche Landschaften entlang der Straße der Kasbahs, liegt vor uns.



Nach einigen Stunden erreichen wir die Stadt Taroudant. Hier gibt es einen eindrucksvollen Markt mit großer Gewürzabteilung, wo wir einige Gewürze einkaufen. Wir übernachteten im Hotel „Saadiens“ mit lauschigem, palmenbestandenen Garten und einem schönen Pool.


















Nach kurzer Fahrt erreichen wir wieder Agadir, den Ausgangspunkt unserer Reise, wo wir wieder im Hotel „Atlantic“ übernachten. Nachdem wir uns eingerichtet und im Hotelgarten relaxt haben, gehen wir zum Strand, um den letzten Tag zu genießen. Wir suchen einen schönen Platz zum Sonnenbaden. Am Abend nehmen wir bei einem Menu und einem Fläschchen Wein Abschied von Marokko.

























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Über mich

Seit 1973 habe ich in 22 afrikanischen Ländern über 42 mehrwöchige Expeditionen, Trekkingreisen und Afrikadurchquerungen unternommen und dabei unzählige Fotos und mehrere Dokumentarfilme gemacht. Besondere Höhepunkte dabei waren Bergbesteigungen, Kamelwanderung und Wüstenwanderung, Masaiwanderungen, Motorradsafari, Flugsafaris, Dhausegeln im Indischen Ozean, Rafting im Sambesifluss, Ultralightflug über die Viktoriafälle und viele Begegnungen mit noch völlig ursprünglich lebenden Stämmen in vielen Ländern Afrikas. Mit der Bereitstellung meiner Reiseberichte und Fotos möchte ich interessierten Menschen eine spannende Begegnung mit den Schönheiten des Schwarzen Kontinents ermöglichen. Für Fragen zu Einzelheiten der Reisen stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung.

"Es ist nicht die Kraft, nicht die Ausdauer, die uns schwierigste Situationen bewältigen lässt, sondern die Sehnsucht nach dem, was uns hinter dem Horizont erwartet und der Stolz, auf das zurück zu blicken, was hinter uns liegt……."

(Johnny Hinzen)

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